Unternehmensumfeld

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Expansionstempo der Weltwirtschaft verlangsamte sich im ersten Halbjahr 2018. Insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften war eine Abschwächung zu verzeichnen, während sich das Expansionstempo in den Schwellenländern vergleichsweise wenig verringerte.

Im Euroraum schwächte sich der konjunkturelle Aufschwung etwas ab. Gemäß Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum im ersten Quartal 2018 um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und im zweiten Quartal 2018 um 0,3 Prozent.

In Deutschland setzte die Wirtschaft ihren Wachstumskurs fort, wenn auch langsamer als zum Jahresende 2017. Wesentliche Impulse dafür kamen aus dem Inland. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg das reale BIP im ersten Quartal 2018 um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und im zweiten Quartal 2018 um 0,5 Prozent.

Die französische Wirtschaft wies ein schwächeres Wachstum aus. Nach Angaben des Statistischen Amts Insee stieg das reale BIP im ersten und zweiten Quartal 2018 um jeweils nur 0,2 Prozent.

Das Wirtschaftswachstum in Großbritannien wurde durch den geplanten EU-Austritt belastet. Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung dämpften die Investitionen und erhöhten den Druck auf den Wechselkurs des Pfund Sterling. Das reale BIP erhöhte sich um 0,2 Prozent im ersten und um 0,4 Prozent im zweiten Quartal 2018.

Der Wachstumskurs in den USA setzte sich fort. Das reale BIP wuchs im ersten Quartal 2018 mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,2 Prozent. Im zweiten Quartal 2018 nahm das reale BIP nach ersten Berechnungen des Bureau of Economic Analysis annualisiert um 4,1 Prozent zu.

Die bisherigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen liegen insgesamt im Bereich der im zusammengefassten Lagebericht 2017 erwarteten Tendenz für das laufende Jahr.

Entwicklung relevanter Märkte

Die europäischen TV-Werbemärkte entwickelten sich im ersten Halbjahr 2018 uneinheitlich. Während die TV-Werbemärkte in Deutschland und Spanien stabil blieben, wuchsen sie in Frankreich und Ungarn leicht sowie in den Niederlanden und in Kroatien moderat. Der belgische TV-Werbemarkt war leicht rückläufig.

Die Märkte für gedruckte Bücher verzeichneten im ersten Halbjahr 2018 ein leichtes Wachstum. Während die Umsätze mit gedruckten Büchern in den USA und Großbritannien leicht stiegen, entwickelte sich der deutsche Markt weitgehend stabil und der spanischsprachige Markt moderat rückläufig. Die Verlagsumsätze mit E-Books gingen in den USA moderat zurück, wogegen der Absatz in Großbritannien deutlich wuchs. Die Märkte für Audiobücher in den USA und Großbritannien setzten ihr starkes Wachstum fort.

Die Zeitschriftenmärkte in Deutschland und Frankreich waren im Berichtszeitraum durch stark rückläufige Printanzeigenerlöse und moderat bis deutlich rückläufige Vertriebserlöse geprägt. Die digitalen Märkte verzeichneten dagegen ein starkes Wachstum.

Die weltweiten Musikverlagsmärkte wiesen ein moderates Wachstum auf, während die weltweiten Märkte für Recorded Music deutlich wuchsen.

Die für Arvato relevanten Dienstleistungsmärkte zeigten in den ersten sechs Monaten 2018 ein moderates bis starkes Wachstum.

Die für die Bertelsmann Printing Group relevanten Tiefdruckmärkte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien entwickelten sich im ersten Halbjahr 2018 deutlich rückläufig, die entsprechenden Offsetmärkte hingegen stabil. Der nordamerikanische Buchdruckmarkt entwickelte sich im gleichen Zeitraum leicht rückläufig.

Die US-amerikanischen Bildungsmärkte sind im ersten Halbjahr 2018 in den für Bertelsmann relevanten Marktsegmenten E-Learning, mit den Bereichen Gesundheitswesen und Technologie, sowie in der Hochschulbildung, mit den Bereichen Universität und Dienstleistungen, erwartungsgemäß stark gewachsen.

Die bisherigen Entwicklungen der relevanten Märkte liegen im Wesentlichen im Rahmen der im zusammengefassten Lagebericht 2017 erwarteten Tendenz für das laufende Jahr.