Geschäftsverlauf der Bereiche des Konzerns

RTL Group

Die RTL Group verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 einen positiven Geschäftsverlauf mit Umsatz- und Ergebniswachstum. Der Umsatz der Gruppe legte im Berichtszeitraum um 2,3 Prozent auf 3,0 Mrd. € (H1 2017: 3,0 Mrd. €) zu. Hierzu trugen die wachsenden Digitalgeschäfte, steigende Plattformerlöse sowie insbesondere die positive Entwicklung von Fremantle Media und RTL Nederland bei. Das Operating EBITDA der RTL Group verbesserte sich um 3,0 Prozent auf 643 Mio. € (H1 2017: 624 Mio. €). Neben einer deutlichen Ergebnisverbesserung bei RTL Nederland verzeichneten auch die beiden größten Geschäftseinheiten – Mediengruppe RTL Deutschland und die Groupe M6 – Ergebniszuwächse.

Trotz der Fifa Fußball-Weltmeisterschaft 2018, die bei Wettbewerbern ausgestrahlt wurde, konnten die Senderfamilien der Gruppe in den Kernmärkten Deutschland, Frankreich und Niederlande ihre Position bei den TV-Werbeerlösen weitgehend stabil halten. In Deutschland erzielte der Hauptsender RTL Television in der Kernzielgruppe erneut als einziger Sender einen Marktanteil im zweistelligen Bereich; die Sender RTL Plus und Super RTL legten im ersten Halbjahr 2018 jeweils zu. In Frankreich behauptete die Senderfamilie der Groupe M6 ihren Zuschauermarktanteil in der Kernzielgruppe weitgehend. Die niederländische Senderfamilie rund um den Hauptsender RTL 4 blieb weiterhin die Nummer eins beim jungen Publikum in den Niederlanden.

Fremantle Media verzeichnete trotz negativer Wechselkurseffekte ein deutliches Umsatzplus. Der Anstieg ist vor allem auf die positive Entwicklung bei Fremantle Media North America, wo sich die Rückkehr von „American Idol“ bemerkbar machte, sowie bei der UFA zurückzuführen.

Die Digitalgeschäfte der RTL Group, die unter anderem die Multiplattform-Netzwerke sowie die Adtech-Geschäfte umfassen, wiesen weiterhin dynamisches Wachstum auf. Der Digitalumsatz der RTL Group erhöhte sich im Berichtszeitraum um 9,0 Prozent auf 424 Mio. € (H1 2017: 389 Mio. €).

Penguin Random House

Penguin Random House verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 unter anderem wechselkursbedingt Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis. Unter Berücksichtigung der vollständig von Bertelsmann gehaltenen Verlagsgruppe Random House erreichte der Umsatz knapp 1,5 Mrd. €, 3,3 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode von gut 1,5 Mrd. €. Kräftigem Wachstum bei Audioformaten und zahlreichen Bestsellern wie „The President Is Missing“ von Bill Clinton und James Patterson oder „12 Rules For Life“ von Jordan B. Peterson standen dabei im Wesentlichen negative Wechselkurseffekte gegenüber. Das Operating EBITDA ging um 17,0 Prozent auf 171 Mio. € (H1 2017: 206 Mio. €) zurück.

Penguin Random House investierte in den Ausbau direkter Leserbeziehungen und setzte die Optimierung der Lieferketten in den Einzelhandel fort. Das Verlagsportfolio wurde im Berichtszeitraum mit dem Erwerb des Sachbuchverlags Rodale Books in den USA und des Taschenbuchverlags Hind Pocket Books in Indien erweitert.

In den USA platzierte Penguin Random House im ersten Halbjahr 178 Titel auf den Bestsellerlisten der „New York Times“, 25 davon auf Platz eins. Die meistverkauften Bestseller waren „The President Is Missing“ und „12 Rules For Life“ sowie Ernest Clines’ Roman „Ready Player One“, der Steven Spielberg als Vorlage für den gleichnamigen Kinofilm diente und auch als Hörbuch sehr erfolgreich war.

In Großbritannien stellte Penguin Random House 41 Prozent aller Titel auf den Bestsellerlisten der „Sunday Times“. Neben den genannten, auch in den USA erfolgreichen Werken verkauften sich dort „Sapiens“ von Yuval Noah Harari und „Still Me“ von Jojo Moyes besonders gut.

Bei der Penguin Random House Grupo Editorial sorgten die fortschreitende Integration der Verlagsgruppe Ediciones B sowie Zuwächse bei Print- und Audioformaten für höhere Erlöse. Gegenläufige Effekte aus schwierigen Rahmenbedingungen in einigen lateinamerikanischen Märkten konnten damit aufgefangen werden.

In Deutschland platzierte die Verlagsgruppe Random House 251 Titel auf den „Spiegel“-Bestsellerlisten, davon elf auf Platz eins. Die Verlagsgruppe behielt ihre marktführende Position trotz niedriger Absatzzahlen im Jahresvergleich bei.

Mehrere Autoren von Penguin Random House gewannen renommierte Auszeichnungen, darunter Michael Ondaatje den Golden Man Booker Prize für „The English Patient“ als bestes Werk aus den bisherigen insgesamt 50 Man-Booker- Preisträgern.

Gruner + Jahr

Auch im ersten Halbjahr 2018 setzte die Verlagstochter Gruner + Jahr die strategische Transformation weiter fort. Das Digitalgeschäft legte erneut zu. In Deutschland wuchsen die Neugeschäfte in Umsatz und Ergebnis, etwa die neu eingeführten Magazine oder das Inhouse-Start-up AppLike. Der Umsatz ging insbesondere aufgrund der fortgesetzten Portfoliomaßnahmen wie des Verkaufs des Zeitschriftengeschäfts in den Niederlanden und der Veräußerung von „Grazia“ in Deutschland sowie aufgrund der Werbezurückhaltung in einzelnen Branchen im ersten Halbjahr 2018 um 5,6 Prozent auf 701 Mio. € zurück (H1 2017: 743 Mio. €). Das Operating EBITDA belief sich auf 51 Mio. € (H1 2017: 59 Mio. €).

G+J Deutschland entwickelte sich im Umsatz stabil. Das Printanzeigengeschäft und das Vertriebsgeschäft gingen marktbedingt zurück. Positiv wirkten sich in Summe die neu eingeführten Zeitschriften aus: Zuletzt kamen hier „Dr. v. Hirschhausens Stern Gesund Leben“ und „JWD“ hinzu.

Das Digitalgeschäft von G+J wuchs im ersten Halbjahr 2018 erneut. Positiv bemerkbar machte sich hier besonders das digitale Werbegeschäft. Auch AppLike verzeichnete wiederholt starkes Wachstum. Der Anteil des Digitalgeschäfts in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich legte erneut zu und liegt mittlerweile bei 26 Prozent.

G+J Frankreich verzeichnete Rückgänge in Umsatz und Ergebnis. Verantwortlich dafür war vor allem das Printanzeigengeschäft. Dagegen wuchs das digitale Werbegeschäft bei den Markensites stark und legte um über 30 Prozent zu. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Webvideos. Prisma Media ist weiter der führende digitale Verlag in Frankreich.

Die DDV Mediengruppe in Dresden entwickelte sich im Umsatz stabil und lag im Ergebnis moderat unter dem Vorjahresniveau. Eine leicht positive Geschäftsentwicklung verzeichnete die Content-Communication-Agentur Territory.

BMG

Die Bertelsmann-Musiktochter BMG verzeichnete anhaltendes Wachstum und baute in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 ihre Marktposition weiter aus. Der Umsatz erhöhte sich trotz negativer Wechselkurseffekte um 3,3 Prozent auf 241 Mio. € (H1 2017: 233 Mio. €). Dafür sorgte organisches Wachstum in den Bereichen Recorded Music und Production Music. Das Musikverlagsgeschäft erwies sich als stabil. Das Operating EBITDA stieg im Berichtszeitraum um 5,0 Prozent auf 42 Mio. € nach 40 Mio. € im Vergleichszeitraum. Grundlage waren ein starkes Frontline- und Kataloggeschäft im Bereich Recorded Music in den Kernmärkten USA und Großbritannien.

Das Unternehmen folgte weiter seiner Repertoire-Strategie, die primär auf etablierte Künstler setzt, und übernahm im ersten Halbjahr die Vertretung der Verlagsinteressen von Ringo Starr, Lenny Kravitz und Yusuf/Cat Stevens. Künstler wie Dido, Lenny Kravitz, Good Charlotte, Alice In Chains und Gabrielle vereinbarten zudem neue Album-Veröffentlichungen mit BMG.

Künstler und Songwriter von BMG erzielten im Berichtszeitraum bedeutende Charterfolge. Im Bereich Recorded Music erreichten unter anderem Country-Star Jason Aldean in den USA und die australisch-britische Sängerin Kylie Minogue in Großbritannien mit ihren Alben Nummer-eins-Positionen. Im Verlagsbereich sicherte sich Singer-Songwriter George Ezra die Spitzenposition der britischen Charts, außerdem waren Songwriter des Unternehmens beispielsweise in den USA an drei der fünf größten Radio-Hits des ersten Halbjahres beteiligt.

BMG akquirierte im April Big Bang & Fuzz, eines der führenden Unternehmen im Bereich Production Music aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Nachdem die Verwaltung der Verlagsrechte bereits bei BMG gelegen hatte, erwarb das Unternehmen im Juni den Katalog des legendären französischen Singer-Songwriters Michel Polnareff. Außerdem wurden die Namensrechte sowie Rechte an ausgewähltem Audio- und Filmmaterial der britischen TV-Sendung „Ready Steady Go!“ aus den 1960er-Jahren übernommen. Nach dem Einstieg von BMG in das Segment Audiovisual gelang es im Februar, die Veröffentlichungsrechte an der ersten größeren Produktion des Unternehmens an eine bekannte US-Verleihfirma zu verkaufen. Magnolia Pictures erwarb dabei regionale Rechte an der Dokumentation „Bad Reputation“ über die Rocksängerin Joan Jett.

BMG erweiterte zur Jahresmitte sein Führungsteam. Damit soll dem anhaltenden Wachstum des vor zehn Jahren gegründeten Musikunternehmens auch strukturell Rechnung getragen werden.

Arvato

Die Dienstleistungsgeschäfte von Arvato verzeichneten im ersten Halbjahr 2018 einen positiven Geschäftsverlauf. Arvato konnte sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis steigern. Der Umsatz wuchs um 7,5 Prozent auf 2,0 Mrd. € (H1 2017: 1,9 Mrd. €), das Operating EBITDA stieg um 21,1 Prozent auf 175 Mio. € (H1 2017: 145 Mio. €).

Das Servicecenter-Geschäft von Arvato CRM Solutions entwickelte sich positiv und trug zum Umsatz- und Ergebnisanstieg von Arvato bei. Maßgeblicher Wachstumstreiber war der Ausbau der Geschäfte mit großen, international tätigen Kunden aus den Bereichen IT, Hightech und Internet. Ende Januar gab Bertelsmann bekannt, dass der Konzern strategische Optionen für das Arvato-CRM-Geschäft prüfe. Dieser Prozess dauert an.

Die Logistikdienstleistungsgeschäfte innerhalb der Solution Group SCM sind im Berichtszeitraum – insbesondere durch im Jahr 2017 neu hinzugewonnene Aufträge und Kunden aus den Branchen Fashion, IT, Hightech und Healthcare – stark organisch gewachsen. Zudem wurde das bestehende weltweite Standortnetzwerk durch die Inbetriebnahme neuer sowie die Erweiterung bestehender Distributionszentren erneut ausgebaut.

Auch die Geschäfte von Arvato Financial Solutions haben sich im Berichtszeitraum erneut positiv entwickelt. Umsatz und Ergebnis liegen über den Werten der Vorjahresperiode. Gestützt wurde diese Entwicklung vor allem durch einen guten Geschäftsverlauf in der DACH-Region. Mit dem Ziel, die bestehenden Lösungsangebote auszubauen und weiter zu automatisieren, wurde unter anderem die 3C Deutschland GmbH übernommen und eine Beteiligung an dem auf Verhaltensbiometrie spezialisierten Cybersecurity- Unternehmen SecuredTouch aus Israel erworben.

Der IT-Dienstleister Arvato Systems ist im Berichtszeitraum organisch und profitabel gewachsen. Zu dieser positiven Entwicklung trug insbesondere ein Großauftrag eines Unternehmens aus der Energiebranche bei. Zudem hat der IT-Dienstleister bei der Transformation der bestehenden Geschäftsmodelle deutliche Fortschritte erzielt und verzeichnete eine steigende Nachfrage nach cloudbasierten Lösungen. Im attraktiven Geschäft mit eigenen Software-Lösungen konnte Arvato Systems einen Großkunden aus den USA gewinnen.

Bertelsmann Printing Group

Die Bertelsmann Printing Group sah sich im ersten Halbjahr 2018 mit einem sehr herausfordernden Marktumfeld konfrontiert: Papierpreissteigerungen von bis zu 20 Prozent in den letzten 18 Monaten führten zu Zurückhaltung bei den Kunden. Die Bertelsmann Printing Group verzeichnete in der Folge in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 einen Rückgang beim Umsatz sowie beim operativen Ergebnis. Der Umsatz der Gruppe ging im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 768 Mio. € (H1 2017: 811 Mio. €) zurück. Das Operating EBITDA sank um 39,8 Prozent auf 28 Mio. € (H1 2017: 47 Mio. €).

Die Offsetdruckgeschäfte der Bertelsmann Printing Group blieben in den ersten sechs Monaten auf gutem Ergebnisniveau stabil. Europas führende Offsetdruckerei Mohn Media ist gut in das Geschäftsjahr 2018 gestartet und liegt im Ergebnis im Plan. Das auf Printlösungen für Buchverlage ausgerichtete Unternehmen GGP Media blieb aufgrund einer schwächeren Nachfrage bei einigen großen Kunden etwas hinter den Erwartungen zurück. Die auf Zeitschriften und Kataloge im kleinen bis mittleren Auflagenbereich spezialisierte BPG-Tochter Vogel Druck konnte neue Referenzkunden gewinnen.

Die in der Prinovis-Gruppe gebündelten Tiefdruckaktivitäten haben sich im Berichtszeitraum in Deutschland aufgrund deutlich geringerer Volumen im Handel, im Versandhandel und bei Zeitschriftenverlagen rückläufig entwickelt und lagen bei Umsatz und EBITDA deutlich unter Plan. Gegen diesen Trend waren die Tiefdruckaktivitäten der Gruppe in Großbritannien am Standort in Liverpool stabil und lagen über Plan.

Auch im US-Markt war die Nachfrage schwach; die Geschäftsaktivitäten der US-Druckereien der Bertelsmann Printing Group entwickelten sich infolgedessen ebenfalls rückläufig.

Die Umsätze in der Speichermedienreplikation entwickelten sich vor dem Hintergrund des rückläufigen Marktes planmäßig und gingen erwartungsgemäß zurück. In den USA konnte erfolgreich ein weiterer Großkunde akquiriert werden.

Bertelsmann Education Group

Die in der Bertelsmann Education Group gebündelten Bildungsaktivitäten verzeichneten in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres in Summe eine positive Entwicklung. Umsatz und operatives Ergebnis der Gruppe legten zu; alle Unternehmen des Bereichs entwickelten ihr Lehr- oder Dienstleistungsangebot strategisch weiter.

Zusammen erzielten die Bertelsmann-Geschäfte im Bildungsbereich ein signifikantes Umsatzwachstum von 21,3 Prozent auf 111 Mio. € (H1 2017: 92 Mio. €). Dazu trug neben der erstmaligen Vollkonsolidierung des Hochschuldienstleisters HotChalk maßgeblich das fortgesetzte Wachstum des Online- Bildungsanbieters Relias bei. Das Operating EBITDA der Gruppe verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 10 Mio. € (H1 2017: -4 Mio. €).

Die Bertelsmann-Tochter Relias setzte ihren Expansionskurs fort und verzeichnete im Berichtszeitraum zweistelliges organisches Wachstum. Das Unternehmen vergrößerte seine Kundenbasis auf mehr als 6.750 Institutionen, deren Mitarbeiter im ersten Halbjahr 2018 rund 21,1 Mio. Onlinekurse absolvierten. Darüber hinaus stärkte Relias seine Aktivitäten im Krankenhaussegment sowie im Bereich Analytics weiter, unter anderem durch die voranschreitende Integration des 2017 übernommenen Analyse-Unternehmens WhiteCloud Analytics.

Die Online-Weiterbildungsplattform Udacity, an der Bertelsmann einen signifikanten Anteil hält, baute ihr Lehrangebot weiter aus und führte mehrere neue Nanodegrees ein, darunter zu Themen wie Künstliche Intelligenz. Das Geschäft mit Unternehmenskunden, darunter Audi, AT&T und Credit Suisse, baute Udacity weiter aus.

Bertelsmann Investments

Bertelsmann baute sein globales Netzwerk aus Start-up- Beteiligungen im Berichtszeitraum weiter aus. Die vier Fonds Bertelsmann Asia Investments (BAI), Bertelsmann Brazil Investments (BBI), Bertelsmann India Investments (BII) und Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI) tätigten im ersten Halbjahr 2018 zusammen 31 Neu- und Folgeinvestitionen sowie parallel mehrere erfolgreiche Exits. Zum 30. Juni 2018 hielt Bertelsmann über seine Corporate-Fonds 176 Beteiligungen, davon mehr als die Hälfte über BAI.

Fondsübergreifend standen dabei Beteiligungen an jungen Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen im Fokus, beispielsweise in den Bereichen digitale Medien, E- Commerce, Fintech und Bildung. Alle Fonds trugen dazu bei, digitale Trends für Bertelsmann zu verfolgen und die Aktivitäten in den Wachstumsregionen China, Indien und Brasilien sowie in Nordamerika zu stärken.

Die Geschäftsentwicklung des Unternehmensbereichs wird auf Basis des EBIT dargestellt. Dieses betrug 45 Mio. € (H1 2017: 41 Mio. €); die Differenz zum Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf den Einfluss von neuen IFRS-9-Rechnungslegungsvorschriften zur Bewertung von Finanzinstrumenten zurückzuführen, die überwiegend eine ergebniswirksame Erfassung der Bewertungseffekte nach sich ziehen (siehe weitere Erläuterungen im Konzern-Zwischenabschluss, S. 25). Positive Effekte aus der Bewertung der Beteiligungen von Bertelsmann Investments zum beizulegenden Zeitwert sowie Verwässerungsgewinne, die aus Anteilen an assoziierten Unternehmen des Unternehmensbereichs resultieren, leisteten erneut einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis.

BAI beteiligte sich im Berichtszeitraum an elf neuen Start-ups und unterstrich das Bekenntnis zur Entwicklung seiner Portfoliounternehmen durch elf Folgeinvestitionen. Erstmals beteiligte sich der Fonds unter anderem am chinesischen Carsharing-Dienstleister Dadao, zum wiederholten Male investierte BAI in die Fitness-App Keep, die E-Commerce-Plattform Club Factory und den Finanzdienstleister Linklogis. Das Tech-Unternehmen Xiaomi, in das BAI über den Fonds Morningside indirekt investiert ist, ging in Hongkong an die Börse.

BII unterstützte in Indien seine Portfoliounternehmen beim weiteren Ausbau ihrer Geschäfte. Des Weiteren gelang die Teil-Desinvestition einer Beteiligung an Saavn, einem Musik- Streaming-Dienst.

In Brasilien stärkte Bertelsmann seine Bildungsaktivitäten: Der Konzern übernahm über BBI im April die Mehrheit an Affero Lab. Das Unternehmen ist einer der größten Anbieter im Bereich Corporate-Training in Brasilien; rund 800.000 Menschen profitieren von den Dienstleistungen jährlich. Mit der Vollkonsolidierung werden Umsatz und Operating EBITDA der Beteiligung nun bei Bertelsmann Investments ausgewiesen.

BDMI investierte im Berichtszeitraum in acht Unternehmen, darunter unter anderem das Software-as-a-Service-Start-up Boostr.