Prognosebericht

Der Ausblick für die Weltwirtschaft auf das Gesamtjahr 2018 bleibt robust. Die privaten Konsumausgaben werden weiterhin vom anhaltenden Beschäftigungszuwachs und die Unternehmensinvestitionen von den günstigen Finanzierungsbedingungen getragen. Jedoch treten vermehrt globale politische Unsicherheiten wie die Möglichkeit einer Ausweitung protektionistischer Maßnahmen und die ungewissen langfristigen Auswirkungen des Austritts von Großbritannien aus der EU in den Vordergrund. Die Konjunktureinschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) zur weltwirtschaftlichen Entwicklung liegen mit 3,8 Prozent für das Jahr 2018 geringfügig unter den bisherigen Erwartungen.

Für den Euroraum wird mit einer verhaltenen, aber nach wie vor soliden Wachstumsdynamik gerechnet. Das IfW erwartet ein Wachstum des realen BIP um 2,1 Prozent für das Jahr 2018. Die Wachstumserwartung für Deutschland wurde nach der konjunkturellen Schwächephase zu Jahresbeginn reduziert. Nach Ansicht des IfW wird das reale BIP 2018 um nur noch 2,0 Prozent zulegen. Für Frankreich wird mit einem ebenfalls geringeren Wachstum des realen BIP um 1,7 Prozent im Jahr 2018 gerechnet. Die reale Wachstumsrate in Großbritannien soll nach Einschätzung des IfW bei nur noch 1,2 Prozent liegen. Der Konjunkturausblick für die USA bleibt positiv. Das IfW rechnet im Jahr 2018 mit einem höheren Anstieg des realen BIP um 2,8 Prozent.

Die vorliegenden Einschätzungen unterliegen nach wie vor einem hohen Ausmaß an Unsicherheit, da die wirtschaftlichen Entwicklungen nur unzureichend prognostizierbar sind. Es bestehen nach wie vor Risiken für die weltweite Konjunktur. Geopolitische Krisen, Staatsdefizite, Währungsturbulenzen oder die Einführung höherer Zölle könnten die Wirtschaftsentwicklung beeinträchtigen. Zusätzlich sorgt die Volatilität an den Finanzmärkten für Unsicherheit. Die hieraus resultierenden Entwicklungen könnten sich negativ auf die Konjunkturlage auswirken, die ein wichtiger Einflussfaktor für die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann ist.

Bertelsmann bestätigt die im zusammengefassten Lagebericht 2017 abgegebene Prognose zu Umsatz, Operating EBITDA und BVA für das laufende Geschäftsjahr.

Den Prognosen liegt die gegenwärtige Geschäftsausrichtung des Bertelsmann-Konzerns zugrunde, die im Kapitel „Unternehmensprofil“ dargelegt ist. Generell spiegeln die Prognosen eine Risiko- und Chancenabwägung wider; sie basieren auf der operativen Planung und der mittelfristigen Vorschau für die Unternehmensbereiche. Alle Aussagen hinsichtlich der möglichen zukünftigen konjunkturellen und geschäftlichen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der derzeit zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen und/oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für die Angaben kann daher nicht übernommen werden.