Bilanzierungsgrundlagen

Der Halbjahresfinanzbericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA wurde unter Beachtung von § 115 WpHG aufgestellt und einer prüferischen Durchsicht durch den Konzernabschlussprüfer unterzogen. Er entspricht den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie diesbezüglichen Interpretationen (IFRIC) des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind (EU-IFRS), und enthält einen in Übereinstimmung mit IAS 34 Zwischenberichterstattung erstellten verkürzten Konzern-Zwischenabschluss einschließlich ausgewählter erläuternder Anhangangaben. Bei der Aufstellung wurden – mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsstandards – grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 angewendet. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht für das Jahr 2017 veröffentlicht.

Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Die Effekte aus der Erstanwendung der neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 „Finanzinstrumente“ und IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ im Bertelsmann-Konzern entsprechen dem Grunde und der Höhe nach im Wesentlichen den im Konzernabschluss 2017 dargestellten Erwartungen.

Im Folgenden werden die neuen, seit dem 1. Januar 2018 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in Bezug auf Finanzinstrumente und Erlöse aus Verträgen mit Kunden erläutert, sofern sich diese von denen zum 31. Dezember 2017 unterscheiden.

IFRS 9 Finanzinstrumente
IFRS 9 ersetzt die Vorschriften von IAS 39, die Ansatz, Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die Ausbuchung von Finanzinstrumenten, die Wertminderung finanzieller Vermögenswerte und die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen betreffen. IFRS 9 führt neue Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte ein und enthält neue Regelungen zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten. Eine detaillierte Beschreibung des neuen Wertminderungsmodells findet sich im Geschäftsbericht 2017 im Abschnitt „Auswirkungen von zukünftig verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards“ auf Seite 53. Bertelsmann nutzt die Ausnahmeregelung, Vergleichsinformationen für die vorhergehende Periode nicht anzupassen. Folglich wurde nur die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 angepasst.

Die folgende Tabelle stellt die Klassifizierungs- und Bewertungskategorien von finanziellen Vermögenswerten nach IAS 39, die Überleitung zu den neuen Klassifizierungs- und Bewertungskategorien nach IFRS 9 und die jeweiligen Buchwerte zum 1. Januar 2018 dar.

Überleitung der Klassen und Bewertungskategorien der finanziellen Vermögenswerte von IAS 39 auf IFRS 9 zum 1. Januar 2018

in Mio. €Bewertungskategorie gemäß IAS 39Summe
31.12.2017
Umgliede-
rungen
Bewertungs-
änderungen
IFRS 9
Ausweis-
änderungen
IFRS 15
Summe
1.1.2018
Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 Derivate mit
Hedge-
Beziehung
WertansatzLoans and
Receivables
Available-for-SaleFinancial Assets
Initially Reco-
gnized at Fair
Value through
Profit or Loss
Financial Assets
Held for Trading
Derivate mit
Hedge-
Beziehung

 
    Zu
fortgeführten
Anschaffungs-
kosten
Erfolgs-
neutral zu
beizulegenden
Zeitwerten
Erfolgs-
wirksam zu
beizulegenden
Zeitwerten
Zu fortgeführten
Anschaffungs-
kosten
Zu
Anschaffungs-
kosten
Erfolgs-
neutral zu
beizulegenden
Zeitwerten
Erfolgs-
wirksam zu
beizulegenden
Zeitwerten
Erfolgs-
wirksam zu
beizulegenden
Zeitwerten
Ausleihungen6363635013
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen31518-18n/an/an/an/an/a
Sonstige Beteiligungen25491516-516n/an/an/an/an/a
Wertpapiere und Finanzanlagen131923-23n/an/an/an/an/a
Eigen- und Fremdkapitalinstrumente (IFRS 9)n/an/an/an/an/an/an/a55755753504
Derivative Finanzinstrumente8749191874
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen3.3173.317-113713.6773.677
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen25252525
Übrige sonstige finanzielle Forderungen755755175674016
Flüssige Mittel1.3841.3841.3841.384
Sonstige Wertpapiere < 3 Monate56565656
5.60029509198746.248-103716.6095.932536204
Gemäß dem IFRS 9 Klassifizierungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte wird im Bertelsmann-Konzern zwischen drei Klassifizierungskategorien für finanzielle Vermögenswerte unterschieden:
  • zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet,
  • zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL) und
  • zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI).

Eigenkapitalinstrumente, bei denen der Bertelsmann-Konzern weder die Beherrschung noch einen wesentlichen Einfluss hat, werden nach IFRS 9 grundsätzlich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Das durch IFRS 9 eingeräumte Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert übt Bertelsmann überwiegend für einzelne unwesentliche Beteiligungen aus. Diese Eigenkapitalinstrumente wurden bereits nach IAS 39 grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass sich zum 1. Januar 2018 keine finanziellen Auswirkungen aus der Bewertung dieser Finanzinstrumente ergaben. Zum 1. Januar 2018 und zum Stichtag dieses Konzern- Zwischenabschlusses hält der Bertelsmann-Konzern keine Fremdkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Bestimmte Investitionen in Fremdkapitalinstrumente, im Wesentlichen sogenannte Fund of Fund Investments, die der Unternehmensbereich Bertelsmann Investments erwirbt, wurden in die Kategorie der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert reklassifiziert, weil ihre vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen. Aus dem geänderten Vorgehen zur Ermittlung der Wertminderungen ergibt sich eine Erhöhung der Wertminderung in Höhe von 9 Mio. €, die zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst wurde.

Die Erstanwendung von IFRS 9 ergab keine Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten. Innerhalb der Klasse der derivativen Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen lagen durch IFRS 9 keine Umgliederungen aus anderen beziehungsweise in andere Klassen vor.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Die Umstellung auf IFRS 15 erfolgte gemäß der modifiziert retrospektiven Methode. Der unwesentliche kumulierte Effekt aus der Erstanwendung zum 1. Januar 2018 wurde in den Gewinnrücklagen erfasst. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperiode wurden nicht angepasst. Als Folge der bilanziellen Abbildung der erwarteten Remissionen, die nicht mehr mit den Forderungen saldiert werden, hat sich die Bilanzsumme zum 1. Januar 2018 um 371 Mio. € erhöht. Die entsprechenden Auswirkungen auf den Bilanzposten „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ zum 1. Januar 2018 sind im Abschnitt „IFRS 9 Finanzinstrumente“ in der Tabelle „Überleitung der Klassen und Bewertungskategorien der finanziellen Vermögenswerte von IAS 39 auf IFRS 9 zum 1. Januar 2018“ dargestellt.

Durch IFRS 15 wurde der bisherige Chancen- und Risikoansatz durch ein fünfstufiges vertragsbasiertes Modell ersetzt, auf Basis dessen im Bertelsmann-Konzern zunächst die relevanten Verträge mit den Kunden identifiziert und abgegrenzt werden. Anschließend werden die im Vertrag explizit oder implizit vereinbarten separaten Leistungsverpflichtungen identifiziert und das Vertragswerk auf fixe und variable Vergütungsbestandteile untersucht, um auf dieser Grundlage den jeweiligen Transaktionspreis zu bestimmen. Dabei werden mögliche Restriktionen der Schätzbarkeit von variablen Gegenleistungen angemessen berücksichtigt. Sofern in einem Vertragswerk mehr als eine separate Leistungsverpflichtung identifiziert wird, erfolgt anschließend die Allokation des Transaktionspreises auf die definierten Leistungsverpflichtungen nach der Methode der relativen Einzelveräußerungspreise, die in der Regel als Preise auf den für die jeweiligen Kunden relevanten Märkten bestimmt werden. Die Umsatzrealisierung erfolgt bei der Erfüllung der Leistungsverpflichtung in Abhängigkeit von dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell entweder zeitpunkt- oder zeitraumbezogen. Sofern erforderlich werden auch Prinzipal-Agent-Überlegungen in der Vertragsanalyse berücksichtigt.

Die Gewichtung der fünf Stufen hängt von der Ausgestaltung des jeweiligen Geschäftsmodells ab. Auf Basis der zugrunde liegenden Erlösquellen im Bertelsmann-Konzern werden im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung folgende wesentliche Aspekte beachtet:
  • Produkte und Waren: Die aus diesen Verträgen resultierenden Umsatzerlöse werden grundsätzlich bei Übertragung der Kontrolle zeitpunktbezogen erfasst. Erwartete Remissionen aus dem Vertrieb von Produkten, im Wesentlichen von physischen Büchern und Zeitschriften, werden passiviert und im Bilanzposten „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten“ ausgewiesen.
  • Dienstleistungen: Grundsätzlich werden Dienstleistungen über einen Zeitraum erbracht und der Umsatz wird unter Berücksichtigung einer angemessenen output- oder inputbasierten Methode zur Messung des Leistungsfortschritts erfasst. Sofern zulässig, werden Umsätze im Bertelsmann-Konzern in Höhe des Rechnungsbetrags erfasst, wenn dieser Betrag dem Wert der erbrachten Leistung entspricht.
  • Werbung und Anzeigen: Grundsätzlich werden Werbung und Anzeigen über einen Zeitraum geschaltet und der Umsatz wird unter Berücksichtigung einer angemessenen outputbasierten Methode zur Messung des Leistungsfortschritts erfasst.
  • Rechte und Lizenzen: Bei Geschäftsmodellen, die zur Erzielung von Lizenzerlösen führen, hängt der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung davon ab, ob ein Recht auf Zugriff auf das geistige Eigentum über den gesamten Lizenzierungszeitraum oder ein Recht auf Nutzung der Lizenzerteilung eingeräumt wird. Die zugrunde liegenden Verträge werden insbesondere dahingehend analysiert, ob der Lizenznehmer wesentlichen Veränderungen am geistigen Eigentum ausgesetzt ist oder ob das geistige Eigentum in Bezug auf Inhalt und Umfang über die Vertragslaufzeit unverändert in dem bei Vertragsschluss definierten Zustand bleibt. Während Lizenzerlöse aus gewährten Nutzungsrechten zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs realisiert werden, erfolgt die Realisation von Lizenzerlösen aus den Zugangsrechten zeitraumbezogen über die Vertragslaufzeit. Bei der Mehrheit der im TV-Geschäft gewährten Lizenzen steht die Nutzung des geistigen Eigentums mit Stand zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung im Vordergrund, was zu einer vollständigen Erlösrealisierung zum Zeitpunkt der Übertragung der Nutzungsrechte führt, während im Musikgeschäft auch umfangreiche Zugangsrechte vereinbart werden, deren Erlöse über den Vertragszeitraum erfasst werden.
  • IFRS 15 ermöglicht einige Erleichterungen, von denen im Bertelsmann-Konzern die folgenden angewendet werden:
    • Kosten der Auftragserlangung werden nicht aktiviert, sofern der zugrunde liegende Vermögenswert innerhalb von nicht mehr als zwölf Monaten amortisiert wird.
    • Der Wert der Gegenleistung wird nicht um eine wesentliche Finanzierungskomponente angepasst, sofern sich die Finanzierungskomponente auf einen Zeitraum von nicht mehr als zwölf Monaten bezieht.

Auswirkungen von zukünftig verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards, Interpretationen oder Änderungen hat der Bertelsmann-Konzern nicht vorzeitig umgesetzt.

Der im Januar 2016 veröffentlichte IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Anwendung des IFRS 16 wird aufgrund des Ansatzes der Nutzungsrechte an den zugrunde liegenden Leasinggegenständen und des Ansatzes einer Leasingverbindlichkeit einen wesentlichen Effekt auf die Konzernbilanz des Bertelsmann-Konzerns haben. Im Hinblick auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden anstelle der bisherigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse künftig unter IFRS 16 die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2018 ergaben sich bezüglich der Einschätzung der erwarteten Auswirkungen des noch nicht angewendeten Standards IFRS 16 keine wesentlichen Änderungen gegenüber den im Konzernabschluss 2017 dargestellten Erwartungen. Für weitere Informationen hierzu wird auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2017 verwiesen.

Konsolidierungskreis

Neben der Bertelsmann SE & Co. KGaA werden in den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 alle wesentlichen Tochterunternehmen, über die die Bertelsmann SE & Co. KGaA die Beherrschung im Sinne des IFRS 10 ausüben kann, voll einbezogen. Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 bilanziert. Der Konsolidierungskreis einschließlich der Bertelsmann SE & Co. KGaA umfasst zum 30. Juni 2018 insgesamt 1.003 (31. Dezember 2017: 970) Unternehmen mit 53 Zugängen und 20 Abgängen im ersten Halbjahr 2018. Darin enthalten sind 909 (31. Dezember 2017: 879) vollkonsolidierte Unternehmen. Zusätzlich werden 27 (31. Dezember 2017: 28) Gemeinschaftsunternehmen und 67 (31. Dezember 2017: 63) assoziierte Unternehmen unter Anwendung der Equity-Methode im Konzernabschluss bilanziert. Nicht im Konsolidierungskreis enthalten sind 185 (31. Dezember 2017: 213) Unternehmen ohne nennenswerten Geschäftsbetrieb und mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertelsmann-Konzerns.

Akquisitionen und Desinvestitionen

Der Cashflow aus Akquisitionstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2018 insgesamt -68 Mio. €, davon entfallen auf die Neuerwerbe des ersten Halbjahres nach Abzug erworbener liquider Mittel -31 Mio. €. Die übertragene Gegenleistung belief sich unter Berücksichtigung von bedingten Bestandteilen in Höhe von 4 Mio. € auf insgesamt 68 Mio. €.

Im Februar 2018 erhöhte die Bertelsmann Education Group ihren Anteil am US-Hochschuldienstleister HotChalk um 36 Prozent durch die Umwandlung eines gewährten Darlehens, die Umwandlung der bisher gehaltenen Anteile in neu ausgegebene Anteile sowie den unmittelbaren Erwerb weiterer Anteile. Durch die Übernahme der Mehrheit an HotChalk stärkt die Bertelsmann Education Group ihre Position im Marktsegment „Dienstleistungen“ im US-Bildungsmarkt. Infolge der Kontrollerlangung wird die bislang nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert. Die übertragene Gegenleistung betrug 28 Mio. €, hiervon 11 Mio. € als Bareinlage in HotChalk. Die Erlangung der Beherrschung führte zu einem Abgang der bisher at- equity bilanzierten Beteiligung, deren beizulegender Zeitwert sich unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt auf 127 Mio. € belief, und zu einer ergebniswirksamen Reklassifizierung des zugehörigen Anteils am sonstigen Ergebnis in Höhe von -13 Mio. €, der auf die at- equity bilanzierte Beteiligung zuvor entfiel und in der Position „Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen“ erfasst wurde. Die Neubewertung der bereits gehaltenen Beteiligung führte zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von 2 Mio. €. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein steuerlich nicht abzugsfähiger Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 71 Mio. €, der im Wesentlichen aus Synergien, übernommenen Arbeitnehmern und Neukundenpotenzial resultierte. Die Erstkonsolidierung trug zu einer unwesentlichen Erhöhung des Konzernumsatzes und einer unwesentlichen Verminderung des Konzernergebnisses bei. Bei Vollkonsolidierung von HotChalk ab dem 1. Januar 2018 hätte diese ebenfalls zu einer unwesentlichen Erhöhung des Konzernumsatzes und einer unwesentlichen Verminderung des Konzernergebnisses beigetragen. Die mit der Transaktion verbundenen Aufwendungen im ersten Halbjahr 2018 waren unwesentlich und wurden ergebniswirksam erfasst.

Außerdem tätigte der Bertelsmann-Konzern im ersten Halbjahr 2018 mehrere Akquisitionen, die für sich genommen nicht wesentlich waren. Nach Abzug erworbener liquider Mittel erfolgten für diese Akquisitionen Zahlungen in Höhe von -33 Mio. €, die übertragene Gegenleistung im Sinne von IFRS 3 belief sich für diese Akquisitionen auf 40 Mio. € unter Berücksichtigung von bedingten Bestandteilen in Höhe von 4 Mio. €. Aus den sonstigen Akquisitionen entstanden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 35 Mio. €, die Synergiepotenziale widerspiegeln und steuerlich nicht abzugsfähig sind. Die mit diesen Transaktionen verbundenen Aufwendungen im ersten Halbjahr 2018 waren unwesentlich und wurden ergebniswirksam erfasst.

Die Kaufpreisallokationen berücksichtigen sämtliche bis zur Aufstellung dieses Abschlusses verfügbaren Informationen über Fakten und Umstände, die zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt bestanden. Soweit innerhalb des zwölfmonatigen Bewertungszeitraums nach IFRS 3 weitere solche Fakten und Umstände bekannt werden, erfolgt eine entsprechende Anpassung der Kaufpreisallokation.

Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der Akquisitionen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Basis der derzeit noch vorläufigen Kaufpreisallokationen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Auswirkungen der Akquisitionen

in Mio. €HotChalkSonstigeSumme
Langfristige Vermögenswerte 
Geschäfts- oder Firmenwerte7135106
Sonstige immaterielle Vermögenswerte8922111
Sachanlagen11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen33
Sonstige langfristige Vermögenswerte37239
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen246
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte123
Liquide Mittel13316
 
Schulden
Finanzschulden20121
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten221739
 
Beizulegender Zeitwert der zuvor gehaltenen Anteile12712139
Nicht beherrschende Anteile17219

Sämtliche im ersten Halbjahr 2018 getätigten Neuerwerbe im Rahmen des IFRS 3 trugen seit der Erstkonsolidierung 25 Mio. € zum Umsatz und -11 Mio. € zum Konzernergebnis bei. Bei Einbeziehung dieser Neuerwerbe ab dem 1. Januar 2018 hätten sie 41 Mio. € zum Umsatz und -8 Mio. € zum Konzernergebnis beigetragen.

Aus den Desinvestitionen im ersten Halbjahr 2018 erzielte der Bertelsmann-Konzern nach Berücksichtigung abgehender liquider Mittel Zahlungsströme in Höhe von 11 Mio. €. Die Desinvestitionen haben zu einem Ertrag in Höhe von 5 Mio. € aus Endkonsolidierung geführt, der in der Position „Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen“ ausgewiesen wird.

Währungsumrechnung

Für die aus der Sicht des Bertelsmann-Konzerns wichtigsten Fremdwährungen wurden für Zwecke der Währungsumrechnung folgende Euro-Wechselkurse zugrunde gelegt:

  DurchschnittskurseStichtagskurse
Fremdwährung für 1 € 1. Halbjahr
2018
1. Halbjahr
2017
30.6.201831.12.201730.6.2017
Australischer DollarAUD1,56911,43601,57871,53461,4851
Kanadischer DollarCAD1,54631,44521,54421,50391,4785
Chinesischer RenminbiCNY7,70927,44427,71707,80447,7385
Britisches PfundGBP0,87980,86060,88610,88720,8793
US-DollarUSD1,21081,08321,16581,19931,1412

Zusätzliche Angaben zu Umsatzerlösen

Der Konzernumsatz wird im Wesentlichen aus Verträgen mit Kunden im Sinne des IFRS 15 generiert. Die sonstigen Umsatzerlöse, die nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen, resultieren aus Finanzdienstleistungen im Unternehmensbereich Arvato.

Die folgende Tabelle zeigt die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden im Sinne des IFRS 15 je Unternehmensbereich und untergliedert nach Erlösquellen und primären geografischen Regionen:

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

in Mio. €RTL GroupPenguin
Random
House
Gruner +
Jahr
BMGArvatoBertels-
mann
Printing
Group
Bertels-
mann
Education
Group
Summe der
Bereiche1)
Erlösquellen        
Produkte und Waren721.41530920106151.937
Dienstleistungen187401961.7526571112.943
Werbung und Anzeigen1.760178171.955
Rechte und Lizenzen1.0212772201.275
 3.0401.4826902401.8586891118.110
 
Geografische Regionen
Deutschland1.0191044471775242512.765
Frankreich723615410195321.120
Großbritannien10615245910281504
Übriges Europa6691256728518921.499
USA441853998154511081.714
Sonstige Länder8224292813782508
 3.0401.4826902401.8586891118.110

Die dargestellten Umsatzerlöse nach Erlösquellen und geografischen Regionen spiegeln ausschließlich die Umsätze im Sinne des IFRS 15 wider und unterscheiden sich somit von der Aufteilung der Umsätze in der Segmentberichterstattung.

Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden setzten sich im Berichtszeitraum zusammen aus Leistungsverpflichtungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt wurden, in Höhe von 3.124 Mio. € und aus Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt wurden, in Höhe von 4.986 Mio. €. Sie entfallen im Wesentlichen auf folgende Unternehmensbereiche:

Zeitpunkt der Umsatzrealisierung aus Verträgen mit Kunden

in Mio. €ZeitpunktbezogenZeitraumbezogenSumme der Bereiche1)
RTL Group9102.1303.040
Penguin Random House1.432501.482
Gruner + Jahr438252690
BMG68172240
Arvato1971.6611.858
Bertelsmann Printing Group78611689
Bertelsmann Education Group1110111
3.1244.9868.110

Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Prinzipien und Methoden zur Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Nachfolgenden werden nur solche Angaben zu Finanzinstrumenten erläutert, die für das Verständnis der Veränderungen, die seit dem Ende des letzten Geschäftsjahres bei der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erfolgten, wesentlich sind.

Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten wird folgende Hierarchie verwendet.

Stufe 1:
Der beizulegende Zeitwert von börsennotierten Finanzinstrumenten – inklusive jener im Bereich Bertelsmann Investments – wird auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag bestimmt. Dies gilt unabhängig davon, ob für die von Bertelsmann gehaltenen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag vertragliche Handelsbeschränkungen (Lock-ups) bestehen.

Stufe 2:
Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von nicht börsennotierten Derivaten verwendet Bertelsmann verschiedene finanzwirtschaftliche Methoden, die den zu den jeweiligen Bilanzstichtagen herrschenden Marktbedingungen und Risiken Rechnung tragen. Unabhängig von der Art des Finanzinstruments werden zukünftige Zahlungsströme auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven auf den Bilanzstichtag diskontiert.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminabschläge und -aufschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wird auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften wird von zum Bilanzstichtag veröffentlichten Börsennotierungen abgeleitet. Eventuell bestehende Inkongruenzen zu den standardisierten Börsenkontrakten werden durch Interpolation bzw. Hinzurechnungen berücksichtigt.

Stufe 3:
Sofern keine beobachtbaren Marktdaten vorliegen, erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Cashflow-basierten Bewertungsverfahren. Für erworbene Minderheitsbeteiligungen im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments wird grundsätzlich auf qualifizierte Finanzierungsrunden zurückgegriffen.

Die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach Stufe 2 und Stufe 3 erfordert bestimmte Annahmen des Managements bezüglich der Inputparameter des Modells einschließlich Cashflows, Abzinsungssatz und Ausfallrisiko sowie Lebens-/Entwicklungszyklus der Start-up-Beteiligungen.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzderivaten wird das Wahlrecht nach IFRS 13.48 (Nettorisikobetrachtung) genutzt. Für die Ermittlung des Kreditrisikos aus Finanzderivaten wird die jeweilige Nettoposition der beizulegenden Zeitwerte mit den Vertragspartnern zugrunde gelegt, da diese hinsichtlich ihrer Markt- oder Kreditausfallrisiken auf Basis einer Nettoposition gesteuert werden.

Innerhalb der Bewertungskategorie „Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ erfolgt im Wesentlichen der Ausweis der Minderheitsbeteiligungen an anderen Unternehmen und sogenannten Fund of Fund Investments, die der Unternehmensbereich Bertelsmann Investments erwirbt. Die aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Fund of Fund Investments liegen grundsätzlich Bewertungen des externen Managements gemäß regelmäßiger Berichterstattungen unter Berücksichtigung eines Fungibilitätsabschlags zugrunde. Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Minderheitsbeteiligungen beruht auf notierten (nicht angepassten) Marktpreisen zum Ende der Berichtsperiode. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Minderheitsbeteiligungen an anderen Unternehmen wird dabei, wenn möglich, auf beobachtbare erzielbare Preise der zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des Unternehmens zurückgegriffen.

Der Marktwert der Genussscheine 2001 betrug bei einem Schlusskurs von 336,00 Prozent am letzten Handelstag des ersten Halbjahres 2018 an der Frankfurter Wertpapierbörse 955 Mio. € (31. Dezember 2017: 950 Mio. € bei einem Kurs von 334,00 Prozent) und entsprechend 33 Mio. € bei den Genussscheinen 1992 bei einem Kurs von 195,00 Prozent (31. Dezember 2017: 34 Mio. € bei einem Kurs von 199,00 Prozent). Die Marktwerte sind der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen.

Im Juni 2018 wurde ein fälliges festverzinsliches Schuldscheindarlehen über 200 Mio. € fristgerecht zurückgezahlt.

Zum 30. Juni 2018 betrug der kumulierte Marktwert der börsennotierten Anleihen 3.600 Mio. € (31. Dezember 2017: 3.695 Mio. €) bei einem Nominalvolumen von 3.500 Mio. € (31. Dezember 2017: 3.500 Mio. €) und einem Buchwert von 3.477 Mio. € (31. Dezember 2017: 3.476 Mio. €). Die Börsenkurse sind der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen. Zum 30. Juni 2018 betrug der gesamte Buchwert der Privatplatzierungen und Schuldscheindarlehen 709 Mio. € (31. Dezember 2017: 908 Mio. €) und der gesamte Marktwert belief sich auf 749 Mio. € (31. Dezember 2017: 949 Mio. €). Bei Privatplatzierungen und Schuldscheindarlehen erfolgt die Ermittlung des Marktwerts anhand finanzmathematischer Verfahren auf Basis von Zinskurven, die um die Kreditmarge des Konzerns angepasst werden. Die dabei berücksichtigte Kreditmarge resultiert aus der am jeweiligen Stichtag gültigen Marktquotierung für Credit Default Swaps. Der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte liegen Diskontierungssätze von -0,32 Prozent bis 1,82 Prozent zugrunde. Die beizulegenden Zeitwerte der Privatplatzierungen und der Schuldscheindarlehen sind der Stufe 2 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen.

Die Einteilung in die Bewertungsstufen zum 30. Juni 2018 berücksichtigt die im Abschnitt „Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards“ dargestellte Reklassifizierung von Finanzinstrumenten, die im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 durchgeführt wurde.

Beizulegende Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte nach Bewertungskategorien

in Mio. €Stufe 1:
notierte Preise von
aktiven Märkten
Stufe 2:
beobachtbare
Marktdaten
Stufe 3:
nicht beobachtbare
Marktdaten
Summe
30.6.2018
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte13110536677
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte6666
Derivate mit Hedge-Beziehung1717
13193536760

Finanzielle Vermögenswerte nach Bewertungsstufe 3

in Mio. €Zum beizu-
legenden
Zeitwert
bewertete
finanzielle Ver-
mögenswerte
Zu Handels-
zwecken
gehaltene
originäre und
derivative
finanzielle Ver-
mögenswerte
Summe
Stand 1.1.2018428428
Gesamter Gewinn (+) bzw. Verlust (-)7474
– in Gewinn- und Verlustrechnung7070
– im sonstigen Ergebnis44
Erwerbe106106
Veräußerung/Tilgung-80-80
Umgliederungen aus/in Stufe 388
Stand 30.6.2018536536
Gewinn (+) bzw. Verlust (-) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Vermögenswerten4949

Beizulegende Zeitwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien

in Mio. €Stufe 1:
notierte Preise
von aktiven
Märkten
Stufe 2:
beobachtbare
Marktdaten
Stufe 3:
nicht
beobachtbare
Marktdaten
Summe
30.6.2018
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten3838
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Verbindlichkeiten1919
Derivate mit Hedge-Beziehung1212
313869

Finanzielle Verbindlichkeiten der Bewertungsstufe 3

in Mio. €Erfolgswirk-
sam zum
beizulegenden
Zeitwert
bewertete
finanzielle Ver-
bindlichkeiten
Summe
Stand 1.1.20184444
Gesamter Gewinn (-) bzw. Verlust (+)11
– in Gewinn- und Verlustrechnung11
– im sonstigen Ergebnis
Erwerbe44
Tilgungen-11-11
Umgliederungen aus/in Stufe 3
Stand 30.6.20183838
Gewinn (-) bzw. Verlust (+) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Verbindlichkeiten11

Ertragsteuern

Der Steueraufwand für das erste Halbjahr 2018 wurde gemäß IAS 34 auf Basis des durchschnittlichen jährlichen Steuersatzes ermittelt, der für das gesamte Jahr 2018 erwartet wird und auf Basis aktueller Einschätzungen des Bertelsmann Managements 33,1 Prozent beträgt. Darüber hinaus wurden steuerliche Sondereffekte in den tatsächlichen und latenten Steuern erfasst, sodass sich eine geringere Steuerquote in der Gewinn- und Verlustrechnung ergab.

Der Steueraufwand für das erste Halbjahr 2018 reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insbesondere aufgrund des geringeren Ergebnisses vor Steuern und infolge gestiegener positiver Sondereffekte im Steuerergebnis.

Sonstige Angaben

Aufgrund der saisonalen Einflüsse auf die Unternehmensbereiche werden im zweiten Halbjahr tendenziell höhere Umsatzerlöse und ein höheres operatives Ergebnis als im ersten Halbjahr erwartet. Die höheren Umsätze im zweiten Halbjahr sind vor allem auf die steigende Nachfrage während des Weihnachtsgeschäfts, insbesondere in den werbegetriebenen Geschäften und im Buchverlagsgeschäft, sowie auf die branchenübliche Saisonalität im Musikgeschäft zurückzuführen.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung enthält der Posten „Aufnahme/ Tilgung übrige Finanzschulden“ Einzahlungen in Höhe von 440 Mio. € und Auszahlungen in Höhe von ‑146 Mio. €. In den Einzahlungen sind Nettozuflüsse aus Bankdarlehen zur Finanzierung eines kurzfristigen Finanzmittelbedarfs in Höhe von 400 Mio. € enthalten. In den Auszahlungen ist die Rückführung eines Darlehens von Pearson durch Penguin Random House in Höhe von -52 Mio. € und die Rückführung eines Darlehens der Pinnacle Bank durch HotChalk in Höhe von -20 Mio. € enthalten.

Erläuterung zur Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung werden unverändert acht operative berichtspflichtige Segmente (RTL Group, Penguin Random House, Gruner + Jahr, BMG, Arvato, Bertelsmann Printing Group, Bertelsmann Education Group und Bertelsmann Investments) abgebildet.

Überleitung der Segmentinformation auf das Konzernergebnis

in Mio. €1. Halbjahr 20181. Halbjahr 2017
Operating EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten1.0711.099
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen311311
Korrektur um in Sondereinflüssen enthaltene Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen-1-2
Sondereinflüsse-8-15
EBIT aus fortgeführten Aktivitäten769805
Finanzergebnis-106-105
Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten663700
Ertragsteueraufwand-162-197
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten501503
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten-1
Konzernergebnis501502

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Juli 2018 hat Bertelsmann im Rahmen einer Privatplatzierung eine Floating Rate Note mit einer bis zu zweijährigen Laufzeit und einem Volumen über 200 Mio. € begeben.

Im Juli 2018 gab die zur RTL Group gehörende Groupe M6 bekannt, dass sie exklusive Verhandlungen mit dem US-amerikanischen Investmentfonds GACP aufgenommen hat, um ihre gesamte Beteiligung am Fußballverein Girondins de Bordeaux („FCGB“) zu verkaufen. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt des Abschlusses der Verhandlungen, der Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen und der Zustimmung des Rates von Bordeaux Métropole zu den Garantien, die GACP in Bezug auf die vom FCGB für die Nutzung des Stadions geschuldeten Mietzahlungen bietet.